RTF in Ochtendung

11. Mai 2011 1 Von Olaf

Bei strahlend blauem Himmel startete ich Punkt 9:00 h in Ochtendung auf die 155 km Strecke. Nachdem der Pulsmesser streikte, wurde jedoch erst noch ein Batteriewechsel notwendig. Mit 15 minütiger Verspätung ging es dann schließlich auf die Strecke. Aufgrund der Wetterprognose entschied mich trotz recht frischen 14 ° Celsius in kurz/kurz und Windweste zu starten. War es die erste Stunde noch etwas frisch auf dem Rad, so erwies sich diese Entscheidung im Laufe der Fahrt, als die Richtige.

Nachdem ich bis zu der ersten Verpflegungsstation alleine unterwegs war, bildete ich mit 2 verrückten Fahrern eine formidabel funktionierende Gruppe für den Rest der RTF. Beide Fahrer waren ohne Helm und in Kleidung aus den frühen 90ern unterwegs. So ließ es zumindest die Form und Farbe der Kleidung vermuten. Leider fehlt hiervon ein Foto. Nichtsdestotrotz hatten beide Gefährten ordentlich Druck auf dem Pedal und bis zum Ende der RTF rollten wir das Feld von hinten auf. Leistungsmäßig waren wir in etwa gleich stark, so dass wir uns problemlos in der Führungsarbeit abwechseln konnten. Auf dem ersten kurzen Teilstück an der Mosel wurde schon deutlich, dass uns auf dem Rückweg an der Mosel Gegenwind erwarten würde. Trotzdem schonten wir uns im Hunsrück nicht. Wieder an der Mosel kam es dann auch wie erwartet. Zu viert führten wir, nach bisher 3,5 gefahrenen Stunden, im Wechsel eine größere Gruppe über 38 km an. Verbrachte ich letztes Jahr noch im Windschatten einer solchen Gruppe, erwies sich die Führungsarbeit über die 38 km gegen den Wind, als mit das härteste, dass ich über eine Stunde auf dem Rad erlebt habe. An der geringen Durchschnittsgeschwindigkeit von 31,85 km/h ist zu erahnen, wie stark der Wind war.

Im Bild ist an der Herzfrequenz gut die wechselnde Belastung während der Führungsarbeit zu erkennen.

Das Profil der 155 km RTF Strecke mit der Markierung des Abschnitts an der Mosel.

Nach der letzten Verpflegungsstation und gut 15 km vor dem Ziel gingen uns dann schließlich etwas die Kräfte aus. Weil einer von Dreien komplett zurückzufallen drohte, reduzierten wir das Tempo und brachten die letzten Kilometer verhältnismäßig ruhig zu Ende.

Organisatorisch war die RTF wie im letzten Jahr wieder astrein organisiert und die Verpflegung ließ auch nicht zu wünschen übrig. Darüber hinaus war das „žPersonal“ der Verpflegungsstationen immer zu einem lockeren Spruch aufgelegt und so ergab sich das ein oder andere kurze Gespräch. Neben den üblichen Bananen gab es Müsliriegel, Schokokekse und zur Halbzeit belegte Brote. An Trinken wurde Wasser, Tee und Apfelschorle angeboten.

Alles in allem war es ein harter, aber gelungener 1. Mai und ich werde nächstes Jahr definitiv wieder am Start sein. Evtl. werde ich mich dann auch auf der Langstrecke versuchen. Die kleine Generalprobe für den Marathon am 19. Juni kann insgesamt als gelungen betrachtet werden.

Hier die Zusammenfassung: